Montag, 14. Oktober 2013

halb gelungenes Experiment

Ich habe Singlegarn gesponnen:
Das Garn war recht fein, mit wenig Drall.

Mein Versuch bestand darin dieses Garn in Kette und Schuss zu verweben. Um den Farbverlauf zu erhalten habe ich nicht die Direktzetteleinrichtung des Webstuhls verwendet, sondern am Scherbaum die Kette erstellt.
Die vorigen Handtücher hatten einen geraden Durchzug und so konnte ich diese Kette anknoten.

Bei Aufwickeln brauchte ich die Hände meines Sohnes, damit nichts reißt und hakt. Bewusst habe ich die Kette nicht geleimt oder gestärkt.
Verwendet habe ich ein 30/10 Blatt und seeeeeeeeehr locker gewoben (leider ohne Bild).
Die Kette hat überraschenderweise sehr gut gehalten auch ohne Leimen und Schlichten.

Zur weiteren Verarbeitung wollte ich das Gewebe anfilzen (wie immer in der Waschmaschine) und daraus ein Oberteil nähen. Nach Abnehmen des Gewebes mußte ich feststellen, dass das recht knapp werden würde.

Also ab damit in die Waschmaschine:


Das Gewebe ist toll geworden, leider mehr verfilzt als geplant. Die Farben waren sehr schwierig einzufangen - da ich bei Kunstlicht fotografiert habe. Vielleicht reiche ich noch ein "Naturlichtbild" nach.
Geschrumpft ist das gefilzte Gewebe um fast die Hälfte, ist aber total flauschig geworden.
Das ist nicht so schlimm - nun wird eben keine Oberteil draus sonder eine Tasche? Oder ein Sitzkissen?
Falls jemand eine andere geniale Idee hat, ich würde mich über Vorschläge freuen :)

Es wird sicher nicht mein letzter Walkstoff werden,...

Und weil gestern so ein schöner Tag war, hier noch ein paar Eindrücke aus meiner Heimat: