Sonntag, 31. Oktober 2010

Versöhnung

Die Honigseife ist zwar nicht ganz optimal, aber durchaus gut. Sie ist nicht so dunkel geworden wie befürchtet und hat auch einen schönen Geruch. Nun darf sie erst einmal ruhen bevor sie gestempelt und verpackt wird.
Hat die Seife nicht schöne Herbstfarben?

Das blaue Singlegarn wurde gewaschen und zum Trocknen aufgehängt - mit Steinen zum Beschweren.

Wie üblich hat das Singlegarn zuviel Drall. Ich habe mich so angestrengt, aber als Singlegarn-Spinnerin bin ich wohl nicht so begabt.
Beim Weben ist das nicht ganz so tragisch, aber es ließe sich halt einfacher verweben ohne Drall.

Weiter üben,.....








Diesen kleinen Kerl habe ich heute mittag draußen gefunden,.....

Freitag, 29. Oktober 2010

Hand-Werk

Was die Hände so alles werken,......

6 Kg Seife hergestellt


Die Honigseife ist nicht zu meiner Zufriedenheit geworden. Wieder ist sie mir zu heiß geworden. Obwohl ich aufgepaßt habe und die Form in Eis gepackt habe, obwohl ich sie nach draußen gestellt habe. Der Honig wurde nach der Andickphase dazugegeben.

Was nützt mir eine Honigseife, bei der der Honig nur in Spuren vorkommt. Naja ich arbeite eben weiter daran.


Die blaue Seife ist "Lavendel-Schaf": Schafmilchseife mit Lavendelduft. Die ist tadellos geworden und mit obiger Eismethode auch nicht heiß.

Dann habe ich leckeren Vanille-Likör und Gewürz-Honig-Likör angesetzt


Und leckeren Honig-Apfel-Essig habe ich angesetzt












Ich weiß ja nicht wie ihr das alle macht, aber ich habe oft das Gefühl mir läuft die Zeit davon. Da sind so viele Dinge die einfach gemacht werden müssen und es bleibt manchmal kaum Zeit für die Dinge die ich machen möchte. Kostbar wie Perlen betrachte ich diese Stunden die ich einfach für mich ergattern kann - ohne Termine und Notwendiges im Nacken.

So und nun muß ich mich wieder auf den Weg machen,....

Ich wünsche euch allen ein schönes Wochenende.

Dienstag, 26. Oktober 2010

Altsämische Gerberei

Vom Weben und Wirken kann ich leider nicht viel berichten, es war sonst viel zu tun und ich war unterwegs:

Bei eine Ausflug mit Führungen in Biberach an der Riß, konnten wir eine altsämische Gerberei besichtigen.


Gerberei Kolesch
 Es war beeindrucken zu sehen und zu riechen.
Beeindruckend auch was in früheren Jahrhunderten auch aus dem "Abfall" hergestellt wurde.

Die Gerberei Kolesch arbeitet nun in der 9. Generation wie bereits ihre Vorfahren.
Die Walkerei stammt aus dem 17. Jahruhundert und wird immer noch benutzt. Angetrieben durch Wasserkraft, mit Wasserrechten aus dem 17. Jahrhundert

Wer sich dafür genauer interessiert kann hier nachlesen.

Wir kamen auf unserer Führung in die "Wasserabeilung" der Gerberei. Hier werden die Felle/Decken in einer Grube, dem sogenannten Äscher eingeweicht mit ungelöschtem Kalk. Hier bleiben sie für 4 bis 6 Wochen. Haare, Keratin und Kollagenschicht werden abgelöst. Dann werden sie aus der Grube genommen und gewässert. Beim Abbau von Eiweiß in den Häuten entsteht Ammoniak. Der Geruch war eine Mischung von Nassen Häuten und vor allem Ammoniak. Bewunderung für die 9. Generation die diese Arbeit fröhlich zeigte. Der Junge Mann macht gerade seine Ausbildung. Es meinte so streng riecht es nur wenn die Felle aus der Grube kommen.
Es folgen weitere Arbeitsschritte die wir aber nicht sehen konnten, weil sie gerade nicht in Arbeit waren.
Das Wässer darf wie in früheren Jahrhunderten im Stadtbach erfolgen - denn es werden keine Chemikalien verwendet. Es sind keine speziellen Klärgruben etc. notwendig.

Ein weiterer Besichtigungspunkt war die Walkerei.
Die Felle werden mit Dorschtran gewalkt, getrocknet, gewalkt,... In einer Walkerei aus dem 17. Jahrhundert.





















Die Gerbung erfolgt durch den Tran. Es sind etwas 50 Arbeitsschritte notwendig, das Leder wird etwas 200 - 300 mal in die Hand genommen bevor es fertig zum Verarbeiten ist.

Das entstandene Material ähnelt eher Samt als Leder. Ich hatte schon viele Leder in der Hand, aber so etwas Schönes und weiches noch nie.
Diesem Beruf und speziell auch der Familie Kolesch die noch nach alter Väter Sitte arbeitet gehört meine Bewunderung.

Was mich noch fasziniert hat:
Früher (heute nicht mehr) wurde aus den abgeschabten Haaren verschiedene Produkte hergestellt:
Filz für Hausschuhe
Füllung für Schwimmreifen/Rettungsreifen (denn Haare schwimmen auf dem Wasser)
Füllung für Protektoren (z.B. Eishockey). Der Puck prallt einfach ab.
Nichts wurde einfach weggeworfen, nichts verschwendet.

Ein Beruf der vielleicht noch mehr wie die Weberei hier vom Aussterben bedroht ist. Gibt es so etwas wie eine rote Liste für vom Aussterben berohte Berufe?
Klingt jetzt doof formuliert - aber gibt es so was ähnliches?

Dienstag, 19. Oktober 2010

Meterweise Spinnereien

Ich habe für den Webstuhl ein Fadenführgerät (Tension Box), in selbigem ist ein Meterzähler montiert, der blöd zu benutzen ist. Den habe ich nun weggeschraubt.
Jetzt kann ich die Lauflänge der gesponnenen Wolle ermitteln:














Das Foto der Spinnerei ist nicht ganz gelungen. Die Wolle sieht in "echt" schöner aus.
Ich habe braune Wolle (Mischung aus Coburger Fuchs und Bergschaf) mit einer helleren Farbe verzwirnt.

Nun wie soll ich die Farbe beschreiben? Mattes Rosenholz. Die Farbe ist weder rosa, noch violett, noch grau - irgendetwas dazwischen. Auf jeden Fall aus einem Färbeexperiment - aber ich weiß nicht mehr welches. Rotwein oder Flechten?
Alleine sieht die Farbe (wenn man das überhaupt so nennen darf) eher altbacken und trist aus. Zusammen mit dem Braun sieht die nun mellierte Wolle recht lebendig aus.


 
Lauflänge ca. 270 m / 100 g



Was draus werden soll weiß ich noch nicht.
Es fehlt momentan etwas an Zeit - ich bin froh wenn endlich der Garten fertig ist, das Laub, Termine, Erledigungen,....

Ich habe nochmal versucht ein besseres Bild zu machen

Vielleicht kann man den Farbton nun besser erkennen:
Nicht grau sondern brau/helles rosenholz

Donnerstag, 14. Oktober 2010

Nächster Versuch

Ich nehme gerne Ratschläge an,...
Es stimmt, wenn ich den flottierenden Fäden abbinde, verschwindet der Karoeffekt. Nun habe noch ein wenig "herumprobiert" und bin vorerst auf diese Lösung gekommen:





Die Farben stimmen natürlich nicht.
Der Schuß soll aus eigener gesponnener Wolle sein. Blau habe ich zwei Kilo Wollvlies vorrätig. Für eine zweite Farbe müßte ich neu färben,... Damit das Ganze stimmig wird, müsste ich Kettgarn finden, das farblich meinen eigenen Farben entspricht.

Wir haben im Dezember einen Stand auf dem Weihnachtsmarkt und da  möchte ich gerne zeigen was man aus heimischer Schafwolle herstellen kann - außer Teppichen und Strickwolle.
So kam ich auf das Projekt Decke.

Das Muster habe ich aber auf jeden Fall im "Projektordner" abgespeichert. Ob es mein nächstes Projekt wird? Fraglich. Ich habe hier keinen Garnhändler wo ich einfach mal stöbern könnte. Da muß ich erst 120 km fahren,....

Mittwoch, 13. Oktober 2010

Wieder rot

Der letzte Schal dieser Serie wird wieder rot.

Ich habe zwei helle rot/orange Töne zusammen genommen. Das orangefarbene Garn hatte ich geschenkt bekommen, aber es ist zu dünn und das Muster war schlecht sichtbar. Deshalb habe ich mich für zwei Fäden mit unterschiedlichen Rot Tönen entschieden.

Wie immer ist es schwierig Rot richtig zu fotografieren - aber der Gesamteindruck stimmt.

In Gedanken bin ich schon wieder bei einem neuen Projekt. Es sollte eine Decke werden in Blau,.....
Gesponnener Schuß
Kette müßte ich noch kaufen
Ein Muster das leicht karriert aussieht
Vielleicht kommt noch eine Umentscheidung???????



Die langen Kettflottierungen haben mir keine Ruhe gelassen - danke Helga
Ich habe das Muster überarbeitet, aber um einen schönen Karo-Effekt zu erhalten muß ich mit zwei Farben in Kette und Schuß arbeiten. Da ich handgesponnene Wolle (eigene Wolle) nehmen möchte bin ich farblich etwas eingeschränkt. Welche Farbe paßt wohl zu meinem Blau? Ich brauche ja auch Kette in ähnlichen Farben?
Während ich den letzten Schal abwebe kann ich mir darüber noch den Kopf zerbrechen.

Da ich nicht so der "Bunt-Mensch" bin, bin ich mit vielfarben Mustern immer etwas gehemmt,...
Vermutlich werde ich bei Blau-Tönen bleiben.

Donnerstag, 7. Oktober 2010

Hausschuhe

Eine "Frostbeule" muß für den Winter vorsorgen.
Letztes Jahr hatte ich auch schon "strickgefilzt", war aber mit dem Ergebnis nur bedingt zufrieden.

Ich habe Singlegarngesponnen aus grauer Wolle ( Gotländisches Pelzschaft gemischt mit Bergschafwolle) und brauner Wolle (braunes Bergschaf und coburger Fuchsschaf) gesponnen.
Leider hatte das Garn wohl doch etwas zuviel "dreh" - und ich hab so langsam wie möglich getreten,...
Naja ist nicht schlimm

Oben am Schaft sieht man, dass sich der Schuh etwas verzogen hat. Es hat sich nach der Wäsche auch mit ziehen und spannen nicht ändern lassen.
Nun überlege ich ob ich von der Asymetrie mit einer Häkelblume ablenken soll?


Mir gefällt die neutrale Farbe nicht so gut, aber rot passt irgendwie auch nicht???????????
Vielleicht mach ich noch ein paar Musterblumen bevor ich mich entscheide.

Die Sohle wird noch dick mit Latex betrichen oder bekommt eine Ledersohle.

Dienstag, 5. Oktober 2010

Schöner als gedacht

Das rot-weiße Muster wird schöner als gedacht. Das Gewebe könnte etwas weicher ausfallen, aber vielleicht bessert sich das noch etwas nach dem Waschen.

Freitag, 1. Oktober 2010

Pimpelliese

Ich hatte noch einen Rest Gelb-Blaues Vlies. Ich lasse meine 10 kg Wolle immer in einer  Kardiererei (Schafhof Greber)  kardieren. Wenn die Farbe wechselt, nehme ich ca. 200 g Mischwolle in kauf, sonst müßte die Maschine zwischendurch gereinigt werden. So entsteht ein Farbverlauf. Frau hat sich aber entweder "verwogen" oder sonst einen Rechenfehler drin, jedenfalls hat die Wolle auf den letzten Zipfel nicht gereicht. Nun ist der halt ganz blau geworden.
Aber das Modell "Pimpelliese" ist super, es gefällt mir sehr gut.

Hier gibt es die Anleitung für den Schal