Sonntag, 13. Juni 2010

Menschen, Begegnungen, Gedanken

Was ist es was mich am Lesen und Schreiben im Blog fesselt? Es ist ja kein Dialog eher ein Monolog und doch kontaktierst du andere Menschen. Es hat etwas Voyeuristisches?

Gedanken:
In meinem Garten wächst eine kleine Pflanze, sie wächst da einfach. Ich habe sie nicht gesät, nicht gepflanzt. Aber ich lasse sie stehen und will schauen was daraus wird. Sie wird größer und ich erkenne eine Heckenrose. Ein Vogel ließ wohl den Samen fallen. „Wenn du hier wachsen magst dann bleib einfach“ dachte ich mir. Nun wächst diese Heckenrose seit etwa 5 Jahren vor meinem Fenster und erfreut mich jeden Tag. Im Frühling die ersten Blätter, später die einfachen aber wunderschönen Blüten, dann wachsen die Hagebutten. Viele Gäste besuchen meine Heckenrose. Bienen, Hummeln, Schmetterlinge. Im Herbst reifen die Hagebutten und bieten im Winter den Vögeln Futter. So habe ich auch im Winter viel Freude an der Heckenrose.



So ähnlich geht es mir mit dem Lesen und Schreiben im Blog – Etwas wachsen lassen, etwas wachsen sehen, Freude haben an etwas Schönem und sich an den Gästen freuen, die so unterschiedlich sind.

Für alle unter uns deren Lebensweg manchmal steil und steinig ist, die an einer Kreuzung stehen, die nach einer Entscheidung verlangt. Es gibt für mich immer Menschen die mir zeigen wie’s gehen kann. Langsam aber vorwärts:

  • Meine fast blinde gärtnernde Oma – sie konnte ihre Pflanzen nur noch schemenhaft erkennen aber dafür riechen und fühlen
  • Ein befreundeter Imker dem ein Unterarm fehlt, aber fast ohne Hilfe die Imkerei alleine betreibt. Er macht alle Bienenkästen und sonstiges Zubehör selbst. Er hat sich einfach Hilfsmittel dazu entwickelt.
  • Eine Weberin, die nach einem schweren Schlaganfall nicht nur die Stimme auch die motorischen Fähigkeiten verlor, aber Freude daran hatte, wenn eine Freundin mit ihr zusammen einmal in der Woche am Webstuhl saß.
Ich war 16 als ich mir dieses Buch kaufte – und in all den Jahren habe ich es immer wieder gelesen und ich denke solange ich lebe wird es mir wie ein Leuchtturm sein:

Es ist ein biographischer Roman, einer indischen Ärztin,...

Unglaublich was wir Menschen mit unserem freien Willen trotz allen Wiedrigkeiten erreichen können,...

Kommentare:

  1. Wunderbare Worte, danke für den Buchhinweis.
    dir noch einen schönen Sonntag
    LG Anna

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  2. Das Buch ist eines der Lieblingsbücher meiner Mutter. :-)

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